Unser Hexenwagen
Hier nehmen wir Dich mit und stellen Dir unser Möslein vor.
Mit "Es war einmal..." anzufangen wäre übertrieben, aber wenn wir Dir sagen würden, dass 2 die zusammen gehören, getrennt wurden und sie das Schicksal am Ende zusammengeführt hat, dann musst Du zugeben, dass da Romantik in der Luft liegt.
Möslein war zu Wagenbauerzeiten viele Jahre mit uns unterwegs, aber mit der Gründung der Schlierbach-Hexa sollten sich unsere Wege trennen.
Bei der Gründung war uns bereits klar, dass wir irgendwann auch einen eigenen Hexenwagen wollten. Dass das Irgendwann aber genau 2 Jahre nach unserer Gründung sein würde, hätten wir nicht geglaubt und dass es sich dabei um kein geringeres Objekt als unser geliebtes Möslein handeln würde, schon gar nicht.
Für uns gab es kein Halten mehr.
Wir stellten uns die Frage "Wie soll's denn aussehen?" Mh...Na, wie ein Hexenhaus!
Krumm und schief!
Machbar? Keine Ahnung. Aber wird schon werden.
Die erste Skizze war schnell gezeichnet und Altholz wurde gesammelt. Einen detaillierteren Plan hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht.
Eins noch vorweg. Zu unserer Truppe gehören weder Zimmermänner noch Schreiner.
Die Jahrelange Übung im Wagenbauen musste schlichtweg ausreichen.
Da unser Möslein nicht mehr die Jüngste war und an der ein oder anderen Stelle "etwas" Rost angesetzt hatte, haben wir zunächst ihr Fahrgestell überholt. Anschließend galt es die Skizze in die Tat umzusetzen.
Gesagt getan? Ganz bestimmt nicht!
Sobald also das Fahrgestell in neuem Glanz erstrahlte, kamen Bodenplatten drauf, Halterungen für den Grundaufbau wurden angeschweißt, Balken wurden unzählige Stunden geschliffen und jedes einzelne Brett bearbeitet. Der Teufel sitzt nämlich im Detail!
Das hatten wir wohl etwas falsch verstanden und uns vor allem auch den Details gewidmet.
Weil jemand Dämmmaterial übrig hatte, wurde das beim Bau mit eingeplant. Unter uns gibt's schließlich einige Frostbeulen.
Als das Grundgerüst stand, durfte ein Richtfest natürlich nicht fehlen. Das Bäumchen davon gibt's heute noch.
Pünktlich zum weiteren Aufbau wurde am Ufer des Schlierbachs eine Birke gefällt und diese vom Schlierbach getränkte Birke ziert seither den Treppenaufgang, die Balkongeländer und die Theke unseres Hexenhäuschens, das so langsam Gestalt annahm.
Während der Bauphase haben wir uns im Dachdecken, Gipsen, und sogar im Brunnenbau versucht. Hat geklappt, aber nicht ohne hin und wieder zu fluchen.
Am Ende, nach einer sehr langen eisigen Nacht 2019, in der die letzten Feinheiten umgesetzt wurden und es deshalb manchen von uns gerade noch so gereicht hat morgens das Häs anzuziehen, durfte unser Möslein am Fasnetssonntag 2019 bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein endlich ins Freie und mit zum ersten Umzug.
Seit diesem Tag ist Möslein an der 5. Jahreszeit mit uns unterwegs!
Ende